Press & Articles


Chinese Articles by Musk Ming in "GS" Magazine 27th, 2016

www.gayspot.cn

"Redstar" Article about Musk Ming 2016 China Tour in Qingdao

See the softer side of Downtown Bar, 14 July at 9pm with Musk Ming. Though he sings primarily in Chinese, he has found success in Germany, where he currently lives. As a result of international exposure, his songs include some German and English lyrics. There's an unmistakable fusion of Europop and C-pop in his stylings as well, characterised by his choice of instrumentation. The cheerysaw synths and processed drums coupled with an auto-tuner give Musk Ming's music a distinct European pop sound. There is a German pop music influence in his sound, too, sometimes throwing in an accordion sample and a polka-like syncopation. It's all wrapped up and packaged with the c-pop influences such asballad form, ambient music. Signed to European music label LightGeist records in 2013, he has found great success in the West, including being nominated at the Berlin Music Video Awards 2016 for his music video "I am the Greatest.”  

来裆烫吧与流行乐来一场甜蜜邂逅吧! 7月14日晚9点,柏林华裔艺术人 Musk Ming( 麝明)将空降裆烫吧。虽然他的歌曲中大部分都是中文歌,但是却在德国(麝明现居住地)大获成功。国际化的音乐背景下,他既有英语歌,也有德语歌,并巧妙地在编曲上融合了欧洲流行音乐和中国流行音乐。欢快的鼓点和音乐合成器的使用,让他的音乐充满欧洲风情。同时,他还深受德国流行乐的影响,比如会突然加进一段风琴演奏或波尔卡舞曲。除此之外,他还加入了中国民谣、氛围音乐等元素。2013 年,麝明跨界与柏林当地独立音乐品牌 LightGeist Records 联手,从此在西方音乐界大放异彩,并凭借他的作品《I am the Greatest.》入围 2016 年度柏林音乐录影带大奖(Berlin Music Video Awards)。

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Berlin24 Magazine Articles

Interview with Musk Ming in Chinese magazine "GS" Dec 2014   

咸猪手万岁
文/苏释

麝明的画,从某种程度上来说,延续或者实现了古典文学中的男色想象。这种延续,不是历史地延续,而是美学地延续。尼采说艺术就是人化,那么毋宁说麝明的艺术就是GAY化了。

麝明喜用汉字。文学作为艺术的第一母本,其经常出现在麝明的绘画中。古典文学似乎一向少人问津,像个红暖但寂寥的深闺。于是麝明伸手进去,并非像芬兰的汤姆 那样每每抓起一大包,反而是花,或者是面颊,有时是香气是跳跃而出的刺青。由此可见麝明与汤姆的不同,麝明是文化的,汤姆是情欲的。更甚者,这是东西情色 态度的不同,西人舒放(舒放似乎可以无止境地放下去),东方人呢,“等我晚上仔细同你算账”,那是情色在春帐中。所以西方人的情色是动物性的,东方人是植 物性的。当然这是古典的东方人,现代没有东方人。零零碎碎的几个东方人,像木心口中零零碎碎的耶稣。

麝明一贯说,他对政治其实并不感兴趣。是的,不是他对政治感兴趣,而是我们对政治感兴趣。所以看到他画里的主义们,反而是我们的政治反应要比他激烈。而对一 个时代实施情色想象,其实是“人”的一种复苏。“那个时代给我的感觉很像是,满眼血丝的青春期癔症,四处遍布毁灭性的偏执与狂躁,非常的极端。”在这种遍 布的青春期癔症中,麝明开始替时代和时代的人们脱衣服,——同性恋者的咸猪手?是同性恋者的话语拾取,但无意间,也是让人性的话语失而复得。

麝明的主题是古典的,但手法并不是那么古典的了。他说自己的嘴常跟不上自己的脑,于是经常口吃。这种口吃在他的画上亦有体现,甚至是他的艺术会承担不了他的 构思,因而会萎顿下来。大脑有力是好的,但必须手也能承受脑的负重。甚至是手独自快起来,那么这是创作在指使创作者了。

麝明的画作,取简洁之姿,少就是多。“我自己是宁可留白也不喜说教,希望通过简单的形式,而给观者以足够的想象空间。但另一方面我又极爱强烈饱和的色彩对比,尤其在画布上。一方面节制一方面放纵,也算是两种极端。”空白不是简陋,是观者的位置。

以男色来看古典,则古典满满的春宫意味。以男色来看时代,亦猛觉搞基事关人性男色非同小可。古典也不单是谁的古典,中国梦里也得有同性恋者。不然算什么古典算什么梦呢?

对话麝明

GS: 关于标题呀主题呀甚至画作中汉字的运用,都显示出很浓重的文学属性。所以,你如何解读自己艺术作品中的文学性?
麝明: 我其实内心是很受中国古典文化影响的,当然也一直最迷恋汉字,因其源自象形文字,本身就是远古的抽象图画。记得听过某个艺术理论中说,成功的古典绘画,都 是捕捉和定格了某个事件中最具戏剧高潮的决定性瞬间——这可能也是我潜意识中从最初开始绘画就暗循的标准吧。总是希望能有点类似古典叙事诗般的底子,大概 因此作品里常会体现出一些文学性的元素。

GS: 你最喜欢的画家是?然后你喜欢王小波哪里,又喜欢张爱玲哪里?
麝明: 小时候我比较喜欢写实派的画家,如米开朗基罗和唐寅、甚至前拉斐尔派的东西;不过近年来更喜欢早年的印象派比如莫奈,还有中国的陈洪绶。很奇怪,我虽然自己在画画,但私底下却更关注摄影、雕塑及多媒体方面的东西。
我喜欢王小波的跳跃式想象力与黑色幽默,喜欢张爱玲对人生“参差对照”的幽艳坦呈——张爱玲与王小波的文字是阴阳对比很强烈的两个极端,我个人也是比较喜欢极端的东西。

GS: 男体在传统中与男体在政治中有何异同?
麝明: 其实西方艺术传统中,男体曾占重要地位,后来逐渐在父权社会的大男子异性恋审美主导下而被淡化,近代的政治中所出现的男体也多是被夸张为军权强势的战争符号。当代的男体艺术亦似乎被类同为同性恋亚文化,一直难入主流;涉及政治的男体都往往与暴力相关以掩饰情色意味。

GS: 你的情色是很东方的。不像西式的动物性情色,而是更含蓄的植物性情色。所以你怎样认识东西方的这两种情色态度?
麝明: 东方文化的含蓄,对于感情的态度尤是,也自然延伸到情色态度上。中西文化对比是个大主题,情色文化是反映整体的有趣一角——我个人感觉西方以基督教为底的 文化算来比较年轻,相应对于情色的态度就较血气方刚、如狼似虎,急待所见即所得;而东方以儒释道为底的文化更加古老沉淀,因此对于情色的态度本就内敛矜 持、缠绵悱恻,犹抱琵琶半遮面。

GS: “麝明”二字,似乎不仅是审美,而且也包括哲学。谈谈这个名字吧。
麝明:  说来惭愧,“麝明”其实是直接从英文名Musk Ming翻译回中文的。麝,是一种离群索居的隐居动物,天生缺乏攻击能力,故而胆小敏感,倒是同我性格较近;原本英文中的麝香之意,因为人的嗅觉记忆比视 觉记忆更深刻,麝香本就很接近青春男子的体香,故而当初也是出自中国传统文化意义上的附庸风雅吧。
至于“明”本就是儿时的乳名,我自已很喜欢这个蕴含日月的字,而且英文中由于明朝瓷器的缘故,也使得这个词直接与中国文化相连。

GS: 在西式审美占绝对地位的同志世界中,你对自己的作品(即Musk Boy式审美)有什么期待?
麝明: 中国传统中其实也有着与古希腊相媲美甚至更悠长的同志文化,我的作品中被西方称之所谓的"muskboy式审美",大概也是西式现代文化,对于古老中国传 统同志文化审美所产生的陌生感。记得最初在柏林展出作品时,还有地下乐队以muskboy为名写了首歌,其中将其用以定义某种亚洲男孩的审美特质。如果能 通过我的绘画作品,使中国的传统同志审美重新得到认同,大概可视作某种期待了吧。

GS: 我喜欢你的这种思维,你省略了过程,直接从此到彼,而中间这段路,这所有的联系,是让观者自己来填充的。就是你画作中的简洁,朴素但是富丽。就是那种思维,你表达得很少,而这恰恰有一种你表达得很多的效果。所以你觉得怎样才算是一幅好画?
麝明: 这似乎是中德审美上的相通之处,德国哲学式的严谨使其在艺术审美上追求简洁朴素的“少即为多”,正如“中国画上部严厉的空白”。我自己是宁可留白也不喜说教,希望通过简单的形式,而给观者以足够的想象空间。但另一方面我又极爱强烈饱和的色彩对比,尤其在画布上。一方面节制一方面放纵,也算是两种极端。

GS: 除男性审美外,你在画作中更想表达什么东西?

麝明: 也许艺术家的创作永远有其“历史局限”,我的绘画本来只是一种需要而已,也并没有仅限制自己于男性审美。我在画作中想表达的,大概是其他媒介无法表达的、古典意义上定格的画面感吧;主题往往也是自己跑到脑中的,都无刻意。
从2005在柏林正式绘画创作到现在,我逐渐多了更多的自省,并一直都在尝试不同的可能性,比如雕塑比如数码。我相信中国传统文化及审美的独特价值,希望自己之后的作品能在技法和风格上达到中西文化的相通,寻到内涵与形式的更好融合。

Thomann Videoblog Interview mit Musk Ming

Was bedeutet der Name MUSK MING?
MUSK MING: Das englische Wort “Musk” heißt Moschus und ist ein traditioneller, luxuriöser Duftstoff, der thomann  auch seine Verwendung in der chinesischen Medizin findet. "Ming" ist der von meiner Großmutter genannte Milchname (Kinderkosename), auf chinesisch bedeutet es Helligkeit und Klarheit, so wie die Ming-Dynastie.

Wer ist MUSK MING?
MUSK MING: Ich bin ein chinesischer Künstler und Sänger.

Der aktuelle Clip "I Love U Doobydoo" ist ganz offensichtlich thomann   in Berlin entstanden. Warum hast du deine Heimat verlassen und was hat dich nach Berlin geführt?
MUSK MING: Anfang 2005 bin ich von China nach Berlin gekommen, ich glaube, das Schicksal hat mich nach Berlin geführt :-)

Was gefällt einem Chinesen an Deutschland? Was ist das Besondere für einen Chinesen thomann  an Berlin?
MUSK MING: Mir gefällt das ruhige Leben, die zivilisierten (demokratischen, angenehmen und freundlichen) Leute und die grüne Umwelt an Deutschland. Und Berlin ist für mich eine internationale Stadt mit viel Kunst und Kultur, Multikulti, Freiheit nach allen Seiten.

Wie kamen das Berliner Label LightGeist Records und der Künstler thomann  MUSK MING schließlich zusammen? War das eine typische Berliner Geschichte, das heißt Künstler trifft Künstler in einer total verrauchten Bar morgens um 3:00 oder 4:00 Uhr? Oder auf einer Techno-Party oder Vernissage?
MUSK MING: Ja, wieder eine typische Berliner Geschichte :-) Ich habe seit 2010 eine Galerie und habe thomann  den Musikproduzenten von LightGeist Records auf einer Vernissage in meiner Galerie kennengelernt.

Bisher ist das Label LightGeist noch nicht besonders aufgefallen, aber das kann sich ja noch ändern ;-) Wer verbirgt sich hinter diesem Label und welche Künstler präsentiert das Label noch außer MUSK MING?
MUSK MING: Hinter dem Label thomann  verbirgt sich der Film- und Musikkomponist Nellis du Biel. Seit 2013 präsentiert und fördert LightGeist Records ausschließlich MUSK MING, King Ralph und Lord Läster.

Auf der Website von MUSK MING bezeichnet sich der Artist nicht explizit als Musiker, sondern ganz allgemein als Künstler. Wie sah die Kunst von MUSK MING thomann  vor der Musik aus? Sind damit Videos, Collagen oder andere Formen gemeint? Du hast ja erst 2013 angefangen mit einem Produzenten deine Musik umzusetzen...
MUSK MING: Ich habe seit 2005 angefangen in Berlin erfolgreich Kunst zu kreieren, aber auch immer in der Berliner Musik-Szene mitgelebt… Mit meiner eigenen Musik thomann  habe ich zuerst mit Kunst-Performance und Kunst-Videos angefangen, als auch mit meinem Vocal-Experiment… und dann ab 2013 mit LightGeist Records ein Popmusik-Projekt gestartet.

Mit welcher Hard- und Software wird die Musik von MUSK MING produziert?
MUSK MING: Mac Pro und Logic Pro.

Das aktuelle Video "I Love U Doobydoo" featured Yanyan thomann  Liu. Wer ist sie und wie kam es zu der Kooperation?
MUSK MING: Yanyan Liu ist eine sehr gute Freundin von mir, wir haben uns auch in meiner Galerie kennengelernt. Sie ist eine Komponistin und Tontechnikerin, und ich habe mit ihr zuerst für ein Kunst-Video von mir zusammengearbeitet und thomann  danach weiter andere Musik-Kooperationen gemacht. Zum Beispiel habe ich auch chinesische Lyrics für sie geschrieben.

Ist die Musik von MUSK MING auch in China bekannt? Und wenn ja: wie kommt sie  dort an?
MUSK MING: Da Youtube und Facebook in China blockiert sind, erreicht meine Musik bisher nur thomann  die "Auslandschinesen". Und für China habe ich bisher schon ein paar Lieder auf Chinesisch übersetzt und gesungen (z. B. die erste Version von "I Love U Doobydoo" wurde in Chinesisch aufgenommen, bei Youtube über 10.000 Klicks in kurzer Zeit), in der Zukunft werde ich vielleicht noch mehr machen. thomann  

Und: wie wird deine Musik in Deutschland aufgenommen? Wie kommt dein Sound in Berlin an? Asiatische Künstler haben in ihrer Popmusik traditionellerweise einen Hang zu kitschigen Melodien, zumindest für europäische Ohren…
MUSK MING: Ich glaube, Pop hat immer was mit Kitsch zu tun, weil der meiste Volks-Geschmack etwa kitschig thomann  ist, nur in verschiedenen Formen. So wie Milan Kundera mal geschrieben hat: "Die Verbrüderung aller Menschen dieser Welt wird nur durch den Kitsch zu begründen sein".

Klingt interessant und macht irgendwie Sinn! Und wie klingt deutsche Popmusik in den Ohren eines Chinesen?
MUSK MING: Ich mag gute Musik, und thomann  es gibt immer etwas von Gefühl und Melodien, die für alle Kulturen sprechen. In Berlin leben so viele sehr talentierte Musiker, ich mag es sehr… und weil meine Popmusik_Projekte immer etwas “old school” sind. Neulich habe ich auch die Neue Deutsche Welle für mich entdeckt, und ich finde thomann  die toll!

China ist ein so widersprüchliches Land: großes Wirtschaftswachstum, aber auch eine große Zensur in den Medien, um nur zwei Beispiele zu nennen. Hast du vor, eines Tages in deine Heimat zurückzukehren?
MUSK MING: Momentan ist China für mich zu verrückt und materialistisch, deswegen kann ich in Berlin thomann  viel besser leben und arbeiten. Aber was in der Zukunft passiert kann ich nicht so genau sagen, ich lasse es gerne offen.

Das sind deine fünf Lieblingssongs (Klassiker :-):
MUSK MING: Moby "Porcelain", Garbage - "Queer", Sinéad O’Connor - "You Made Me the Thief of Your Heart", Beck - "The thomann  Golden Age", Nina Simone - "22nd Century”…

www.thomann.de

Musk Ming - chinesische Ästhetik unverhüllt

28.06.2013, von Christof Ruppin
"
The orange Fruit" Kultur und Kunst in China - Trends und Kommentare

In der letzten Woche traf ich den in Berlin lebenden chinesischen Künstler, Designer und Musiker Musk Ming (麝明) in der Galerie Berlin Avantgarde in Schöneberg, in der seine neuesten Werke gerade ausgestellt sind. Dort beant­wortete er mir einige der Fragen zu seiner Entwicklung als Künstler und seinen Bildern.

Sein ungewöhnlicher Künstler­name besteht zum einen aus seinem Kinder­namen  Ming, mit dem er als kleiner Junge von seinen Eltern gerufen wurde, der  so viel wie "hell", "klar" oder auch "einsichtig" bedeutet. Zum anderen aus Moschus, der in China eine sehr positive Konnotation habe, als angenehmer Wohlgeruch, nicht der schwere, herbe Männerduft, als der Moschus hierzulande oft angesehen wird.

In zwei seiner neuesten Bilder, zwei Selbstportraits, verarbeitet er seinen Namen künstlerisch. 

In "Musk" zeigt er sich mit altertümlicher chinesisch-konfuzianischen   Kopf­bedeckung in einem Wald kniend, wie er ein chines­isches  Moschus­tier umgreift. 

In "Ming" sitz Musk Ming im Lotossitz, meditierend inmitten des  Weltalls, mit der Haartracht eines Edlen aus der chinesischen Antike.  Über ihm stehen die Sonne  und der Mond ,   mit deren chinesischen Symbol­tieren, Vogel und Kröte, die seit den   Anfängen der chinesischen Zivilisa­tion Sinnbilder für das Yin und Yang,  die zwei bestimmenden Urkräfte des Kosmos sind, aus denen sich sein  Namenzeichen Ming  zusammensetzt.

Beiden Bildern ist ihre starke Symbolkraft gemeinsam, in der sowohl die   Verbindung zur Natur, als auch die enge Bindung an die kulturelle   Identität seiner Heimat zu Ausdruck kommen. 

Ebenfalls in seiner aktuellen Ausstellung ein Werk, über die Rechte und  Leiden der Frauen in China, Pink Tears, in dessen Mittelpunkt eine  chinesische Frau sitzt, an deren rechter Wange eine pinke Träne  herunterließt. Sie greift sich an den Ausschnitt und versucht ihn  aufzuziehen, als ob sie nicht genug Luft bekäme. Das chinesischen Cheongsam (Qipao   旗袍) hier in modernem Stil, ist das Inbild der Xiaojie (小姐), der kleinen-großen Schwester, wie auch heute noch Fräulein genannt werden. Mit  dieser einstmaligen Bezeichnung für junge Frauen aus besserer   Gesellschaft, werden heute Kellnerinnen von älteren Männern unflätig   gerufen und in manchen Landesteilen von China sogar leichte Damen   bezeichnet. Ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. Zugleich sind   aber die Füße entblößt, die im vormodernen China oft gebunden waren.   Goldenen Lotus nannte man in China diese "Jadefüße", die es Frauen   unmöglich machten normal zu gehen. Und die Auswicklung der Füße war die erste Befreiungsaktion der Emanzipatoren im China des frühen 20.   Jahrhunderts. Es sind in diesem Bild sowohl Symbole der Unterdrückung   als auch der Befreiung zu finden, was die Lage der Frauen in China sehr gut beschreibt. Denn in China haben die Frauen ihre Abhängigkeit von   Mann und Familie eingetauscht, gegen eine Abhängigkeit von Staat und   Gesellschaft, wie es Li Xiaojiang sagt, die Grand Dame der chinesischen Frauenwissenschaft.   Das besonders raffinierte an diesen drei Bildern ist die   Dreidimensionalität, die Umkehr von Vorder- und Hintergrund, die nur am Original zu sehen ist. Der scheinbare Hintergrund ist auf der   Deckscheibe und nur durch eine Aussparung ist das zentrale Element des   Bilder zu sehen. 

Musk Ming stellt in einigen seiner Werke nackte Körper in den Mittelpunkt, häufig von jungen Männern. Für Ming ist das weniger Erotik, als die Entkleidung des Menschen, die Zurückführung in seine natürliche Form, ohne die Attribute der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Klasse oder politischer Ausrichtung, hinter denen sich viele Menschen versteckten. 

Sein Bild Fanglang xinghai 放浪形骸,   was in etwa zügellos bedeutet, zeigt einen nackten jungen Mann frontal in einer lasziven  Pose, hinter Sinnbildern der Stadt Berlin, der seine Geschlechtsteile  mit der Hand verdeckt und nur eine Uniformmütze der chinesischen Volksbefreiungs­armee trägt, ein Element, dass häufiger in seinen Bilder zu finden ist. Ich fragte Ming, ob dies möglicherweise eine Spitze gegen die Prüderie der chinesischen Politik und Gesellschaftsideologie sei, in der die Armee eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle spielt. Ming sagte mir, er sei eher unpolitisch und es sei nicht sein Ziel gewesen, zu kritisieren. Vielmehr habe sein Vater im  Militär gedient und er selbst sei in den Familienunterkünften einer Kaserne  aufgewachsen. Für ihn sei die Verwendung der Uniformmütze eher eine Art von Kindheitsverarbeitung.  Das Bild ist aber auch ein Symbol für die fast ungeahnte Freiheit, die  eine Stadt wie Berlin für einen jungen Menschen aus der VR China bietet.  Deutschland ist für Musk Ming ein angenehmer Wohnort, an dem er viele  seiner künstlerischen Ziele verwirklichen kann. Aber er liebt China und  möchte, sobald es die politischen Zustände ermöglichen, wieder dort  leben und arbeiten. 

Besonders aufmerksam wurde ich auf sein Bild "Das Kapital" aus der Reihe  "Kult, Aberglaube & Das Kapital" von 2012, in dem er die Köpfe kommunistischer Idole, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao, mit denen  jedes Schulkind in China aufwächst, auf nackte muskulöse Männer­körper setzt, die in verschiedenen Posen vor einer Wand aus  Geld­scheinen ver­schiedener Wäh­rungen stehen. Meine erster Gedanke war die  Entblößung des Kommun­ismus, im China von heute, in dem die Staatsdoktrin des Kommunismus und Sozialismus beständig als attraktives Modell vor dem Hintergrund des Geldes stehen, welches das wirkliche  Leben regiert. Meine zweite Deutung war genau das Gegenteil, dass vor  dem Hintergrund der Macht und der Korrumpierung des Geldes, wie sie in den letzten Jahren zu beobachten war, der Kommunismus in seiner ursprünglichen Form wieder  attraktiv wird. Interessant sind auch die graduellen Abstufungen an Bartwuchs und Muskulosität.

In der aktuellen Ausstellung finden sich noch weitere Werke verschiedener Maltechniken, die Musk Mings breites Schaffen zeigen.

 

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Ausgabe 2012/2013 "Die Kunst mit der Kunst"
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Siegessäule.de / 10.6.2012

Musk Ming in der Galerie Berlin Avantgarde

Das legendäre Neue Schauspielhaus am Nollendofplatz, in dem 1914-1923 die Tiller-Girls der verruchten Hallerrevue tanzten und Erwin Piscator sein bahnbrechendes Bühnensystem erfand, hatte einst riesige Ausmaße, es reichte bis zur Nollendorfstraße. Der Theatersaal wurde zerbombt, Eingang und Konzertsaal kennen wir als Goya, was aber auch noch steht, ist die Rückseite des Gebäudekomplexes, in dem die hauseigenen Restaurants untergebracht waren.

Seit 2010 betreiben in diesen lichtdurchfluteten denkmalgeschützten Räumen Jürgen Noack und Musk Ming das Berlin Avangarde. Die Galerie schlägt eine Bresche für junge internationale Künstler, die noch nicht so bekannt sind und sie integriert Design & Fashion in ihr Programm. So sehen wir neben den neuen Werken von Musk Ming auch erschwingliche Unikate von aufregenden DesignerInnen wie Jörg Pfefferkorn, Anna Lucja Wojtczak oder von dem Label Lasalina. 

Musk Ming, der durch den subversiven Einsatz eines maoistischen Illustrationsstils bekannt wurde, visualisiert in seiner am 8.6. startenden Einzelausstellung „Kult, Aberglaube & Das Kapital“ erstmals den Einfluss Berlins und erweitert stilistisch und inhaltlich massiv sein Repertoire.

Anhand von einfühlsamen Porträts, die über Herkunft, Kontext und Träume der Dargestellten Aufschluss geben, berichtet der Künstler über seine persönliche Auseinandersetzung mit Philosophie, Religion und Politik. „In China hörte ich immer, dass alle Religionen Aberglaube sind. Aber seit ich in Berlin bin, kann ich frei denken und mir ansehen, was die Menschen hier glauben und mit was sie sich verbunden fühlen.“

So sitzt dann auch Chantal als Königin der Nacht, einem MGM-Hollywoodstar nicht unähnlich, genüsslich rauchend auf der Mondsichel am Sternenhimmel (siehe Foto). Henning von Berg steht nackt, doch angetan mit Helm, Schwert und Schild, vor einer Burg, denn er stammt aus einem alten Rittergeschlecht und Master Ye, ein Jogameister, schwebt entrückt lächelnd in einem monochromen Nirwana.

Neben Malerei sehen wir Digitales, Skulpturen und auch eine Videoarbeit, in der der Künstler ein chinesisches Gedicht neu interpretiert.

Lena Braun


GrandArtClub - Kunstkauf im Bett 

Article von Christiane Fricke, in Handelsblatt, 31.05.2012


Musk Ming writes about Berlin

in NATIONAL GEOGRAPHIC TRAVELER China - 2011 October
ISSN 1671-9700


Interview by The Art of Man - Fifth Edition / Summer 2011

The Art of Man…is  a fine arts quarterly journal that seeks to bring balance to a genre of  art that overwhelmingly favors the female figure. Every edition  includes an historical reference, gallery interview, tips on collecting  fine art, a directory of nearly 150 artists, and in-depth interviews  with 5 artists that are courageous enough to focus on the male figure as  a significant portion of their portfolio. 

Abridgement from the interview:

"Musk Ming was born in China, since 2005 the young Chinese artist has lived and worked in Berlin...
...
AOM: Why would you focus on the male figure when it would be shunned in China?
MM: I criticize the lack of personal freedom and cultural/artistic expression granted to the Chinese LGTB community. My work connects western influences and a return to Taoist values as a tolerant alternative...
...
AOM: What issues have you encountered by choosing the male figure as your subject?
MM: During the 2008 Olympic Games in Beijing, one work of mine was selected by the jury of the official exhibition “Olympics Fine Arts 2008”. I was also invited to attend the opening ceremony in Beijing. But as I was in Beijing, shortly before the opening of the exhibition...
...
AOM: What was your first exhibition like?
MM: My very first exhibition was actually an online exhibition in China, and the very first physical exhibition was in 2005 after I moved to Berlin...
...
AOM: Do you remember your first art sale?
MM: When I was in school, some classmates used to give me their favorite things as payment for a drawing, it was better than selling for money and I was very happy about that.
...
AOM: Any hopes for the future?
MM: I just hope in the near future China could become as tolerant and multicultural as in the city I'm living now. I love Berlin! ..."

www.theartofman.net

Dutch book 'Het stond je zo schattig' - cultuurgeschiedenis van het matrozenpakje
by Ignaz Matthey   

ISBN: 9789057306822
Walburg Pers 

The Dutch book 'Het stond je zo schattig' by Ignaz Matthey tells the cultural history of the sailor suit.

The art work "In the Navy II"(Acrylic on Canvasboard, 60x80cm, 2009) of Musk Ming can be found on the cover and the page 56.


South China Moring Post - postmagazine interview
June, 2010, Hongkong  

Long-distance call

Musk Ming talks to Shirley Lau about making homosexual art, hiding it from his parents and finding freedom in Germany. 

As far as his parents, who live in northern China, are concerned, Musk Ming is an art gallery worker somewhere in Europe - they aren’t aware their 31-year-old son is an up-and-coming artist in Berlin, Germany. Ming does not use his real name and is coy with his parents about his life abroad for two reasons: he is a homosexual and he specializes in gay art.

“Being gay is too much to be accepted in mainland China. My parents may accept it but the people around them won’t and my parents may get upset,” says Ming, who left for Europe five years ago.

His work, characterized by nude male figures wrapped up in Mao-era imagery, has a flamboyant quality that contrasts with its soft-spoken creator. Ming grew up as an obedient and book-loving child who wore thick glasses and stammered. Yet along with a deferential demeanour he possessed an urge to break free. He found his freedom in Berlin, where he has come out of the closet and develops art that would be frowned upon in his homeland.

“In China, you have to be the same as others and I was considered weird. Here, I can do what I want without worrying what other people think. The emphasis is on individuality. I’ve been told not to be reserved but be crazier – and I thought I was already crazy,” he says.

Ming had wanted to go to an art college in the mainland but his civil-servant father made him do a degree in computing instead. His first job was as a graphic designer, which he enjoyed. Yet life remained unsatisfactory, partly because he had to hide his homosexuality from everyone except a couple of close friends. Then he befriended a German man online, who is now his partner, and his life changed.

In 2003, he visited the friend in Berlin and took a shine to the city.

“Coming from China, where everywhere is full of people, I found Berlin quiet, green and spacious. The Germans were straightforward and spoke their mind. I liked all that.”

In 2005, he revisited Berlin to study graphic design and gradually carved out a niche for himself, creating gay Asian art, through which he expresses a “longing for an open-minded, gay-, bisexual-, lesbian- and transgender-friendly China”. His creations have been shown in some 30 exhibitions, five of them solo, in Germany, Holland, Spain and Thailand.

In 2008, he was to display a painting at the Olympic Fine Arts exhibition in Beijing – but the authorities removed the piece shortly before the opening, claiming the male figures in the picture were too scantily clad.

“I expect China to be more open to homosexuality. Yet each time I return, I am disappointed,” Ming says.

He hopes to live in China again, “when things improve”, simply because it is home. As for his parents, Ming intends to spill the beans to them one day.

“They should be liberal enough to take the truth but I’m procrastinating – for as long as I can,” he says.

( postmagazine, June 13, 2010)

"Homogenda male-art 2013 Diary"

Gallery Mooi Man presents HOMOGENDA with Musk Ming's art works.
Homogenda is the only gay men's diary in Europe, this year it shows Musk Ming's several new drawings in its diary / calendar 2013

"Homogenda male-art 2013 Taschenkalender"

Galerie Mooi Man hat über HOMOGENDA eine Publikation von Musk Ming realisiert.
Homogenda ist der derzeit einzige Schwulenkalender in Europa und hat für seinen Kalender 2013 mehrere Bilder von Musk Ming  im Kalender abgedruckt. 

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"Homogenda male-art 2012 Diary"

Gallery Mooi Man presents HOMOGENDA with Musk Ming's art works.
Homogenda is the only gay men's diary in Europe, this year it shows Musk Ming's several new drawings in its diary / calendar 2012

"Homogenda male-art 2012 Taschenkalender"

Galerie Mooi Man hat über HOMOGENDA eine Publikation von Musk Ming realisiert.
Homogenda ist der derzeit einzige Schwulenkalender in Europa und hat für seinen Kalender 2012 mehrere Bilder von Musk Ming  im Kalender abgedruckt. 

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"Homogenda male-art 2010 / Gay men's Diary "

The Gallery Mooi Man has under the Dutch printing house HOMOGENDA published the MUSKBOY's art.  
Homogenda is the only gay men's diary in Europe, this year it uses Musk Ming's several new drawings in its diary / calendar 2010

"Homogenda male-art 2010 / Schwulenkalender"

Die Galerie Mooi Man hat über den Niederländischen Verlag HOMOGENDA eine Publikation von MUSKBOY realisiert.
Homogenda ist der derzeit einzige Schwulenkalender in Europa und hat für seinen Kalender 2010 mehrere Bilder von Musk Ming  im Kalender abgedruckt. 

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"Homogenda male-art 2009 / Gay men's Diary "
    
The Gallery Mooi Man has under the Dutch printing house HOMOGENDA published the MUSKBOY’s art.
Homogenda is the only gay men’s diary in Europe and it uses MUSKBOY’s drawing “In the Navy” as the cover of the diary / calendar 2009.  In this diary there are several other drawings of MUSKBOY as well as an article about the gay scene in Beijing by MUSKBOY.

"Homogenda male-art 2009 / Schwulenkalender"

Die Galerie Mooi Man hat über den Niederländischen Verlag HOMOGENDA eine Publikation von MUSKBOY realisiert.
Homogenda ist der derzeit einzige Schwulenkalender in Europa und hat für seinen Kalender 2009 ein Bild von MUSKBOY „In the Navy“ für das Cover verwendet.  Im Kalender sind mehrere Bilder von ihm abgedruckt,  ein Artikel über die Schwule Scene in Beijing von MUSKBOY wurde übernommen.


Mein Schwules Auge

Mein schwules Auge 9
Das Jahrbuch der schwulen Erotik
ISBN
978-3-88769-399-2
  

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"Mein schwules Auge 6" (My Gay Eye 6) - 2010          
The cult German gay yearbook"Mein Schwules Auge 5 "(My gay eye 6) selects the contemporary artwrok and articles from the gay scene. MUSK MING''s new acrylic painting "Flucht vom Traum(Dream Escape)" was chosen in the 6th book of the anthology „Mein Schwules Auge(my gay eye)“.

"Mein schwules Auge 6 "       
Der nunmehr sechste Band des schwulen Jahrbuchs der Erotik versammelt   Erstveröffentlichung von rund 40 deutschsprachigen Autoren sowie 40   Künstlern und Fotografen aus aller Herren Länder.  Von der Faszination für das Fremde, aber auch von Konfrontation mit dem  Fremden, von erotischen Erlebnissen in fernen wie nahen Reisezielen und  Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen erzählen die Geschichten,  Reportagen und Essays sowie Fotografien und künstlerischen Arbeiten  dieser neuen Ausgabe von 'Mein schwules Auge'.  
Für dieses Thema wurde das Acrylbild "Flucht vom Traum " von MUSK MING in dem 6ten Buch von der Serie „Mein Schwules Auge“ abgebildet.

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"Mein schwules Auge 5" (My Gay Eye 5) - 2009          
The cult German gay yearbook"Mein Schwules Auge 5   "(My gay eye 5) selects the contemporary artwrok and articles from the   gay scene. For the topic "Back to Natur", MUSKBOY's new acrylic painting  "Teich im Frühling (Pond in Springtime)" was benn chosen in the 5th book of the anthology „Mein Schwules Auge(my gay eye)“.
Exhibition & Bookrelease:
The exhibition to the anthology "Mein schwules Auge 5 (the gay eye 5) " will taken at the Werkstattgalerie  in Berlin-Schöneberg between Oct.31 ~ Dec.23. 2008.
Vernissage: Friday, Oct.31.2008 20-23h.
Werkstattgalerie
Eisenacher Strasse 6
10777 Berlin
Germany

"Mein schwules Auge 5"
Das längst Kult gewordene Jahrbuch "Mein Schwules Auge 5 "  versammelt künstlerische, sexuelle Abenteurer und Exoten   verschiedenster Couleur. Für das Thema "Zurück zur Natur" wird das   Acrylbild "Teich im Frühling" von MUSKBOY     in dem 5ten Buch von der Serie „Mein Schwules Auge“ abgebildet.
Ausstellung & Bookrelease:
Die Ausstellung zur Anthologie "Mein schwules Auge 5 " zwischen dem 31.10. ~ 23.12.2008 in der Werkstattgalerie in Berlin Schöneberg stattfinden.
Vernissage: Freitag, 31.10.2008 20-23Uhr.
Werkstattgalerie
Eisenacher Strasse 6
10777 Berlin
Deutschland

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My Gay Eye 4 (Mein schwules Auge 4) - 2008
Four of MUSKBOY’s drawings were taken in the 4th Book of the anthology „My Gay Eye“.
ISBN 978-3-88769-394-7
Exhibition & Bookrelease:
The exhibition to the anthology “My gay eye 4“ will take place at the Werkstattgalerie run in Berlin-Schöneberg between 19.10.-17.11.07. The vernissage will be Friday 19TH Oktober at 6pm.
Werkstattgalerie
Eisenacher Strasse 6
10777 Berlin
Germany

Mein schwules Auge 4
Vier Bilder von MUSKBOY wurden  in dem 4ten Buch von der Serie „Mein Schwules Auge“ abgebildet.
ISBN 978-3-88769-394-7
Ausstellung & Bookrelease:
Die Ausstellung zur Anthologie "Mein schwules Auge 4" zwischen dem 19.10.-17.11.07 in der Werkstattgalerie in Berlin Schöneberg stattfinden.   Vernissage ist am 19.10.07 ab 18 Uhr.
Werkstattgalerie
Eisenacher Strasse 6
10777 Berlin
Deutschland

Article about Muskboy(Musk Ming)

"Erotic Revolution" 

Curated by Detlev F.Neufert
EXHIBITION:  21st December 2008 to 18th January 2009

THE CURATOR

Artists have no nationality. Their home is the global art village  where amazing creativity, alternative ways of thinking, and provocative  ideas come alive.

An artist is an artist.

Their job is to develop emotion and understand the secrets of humanity.

Through its various forms, art unravels our conceptions: colors  we never have seen before in a painting, new combinations of forms and  materials in sculpture and architecture, unexpected rhythms and melodies  in music, mind opening scenes in theatre and films, and words that  touch the bottom of our souls in poetry.

Art also functions as a tool for social justice.  Artists force a  society to confront its injustice and exploitation, and on the other  side restore dignity to its downtrodden and often forgotten victims.

Artists are the builders of the future not its destroyers. What  today is avant-garde tomorrow is common cultural heritage.  Does anyone  question Picasso’s vision today? And yet what a scandal he and his  friends ignited when they first showed their cubistic creations! They  foresaw the catastrophes of the Second World War and expressed it on  canvas. They were true artists who embraced the pain of being  misunderstood and accepted going hungry or even death in order to speak  truth to power.

Some people will never understand why art exists. Maybe one day  they will find that something is lacking from their existence. In the  best cases they then start to patronize art, as the Rockefellers and  Guggenheims did.  In the worst case they censor and burn the art – this  often includes the artists, like the Nazis did just a few generations  ago under Hitler. Maybe you know that he tried to be an artist himself  and failed.

There are still some Hitler devils on this planet. Big ones and  smaller ones. Their aim is the same: greed.  Greed for power and greed  for money.  Just take a look at your daily newspaper.

The reception and reaction art provokes is a good indicator of how civilized a country and its leaders are.

But it is not always the big scandal, the new and difficult  creations that open our eyes and enjoy widespread media attention.  Not  everyone is a Damian Hirst, sometimes what moves us occurs in small  niches from an artist who simply wants to express his view of beauty and  Eros.  This includes not invoking common tricks like a gargantuan-size  canvas or a planned provocation to install his name into art magazines  and museum directors’ telephone books. 

“MUSKBOY” from Berlin is such an example. His art is humble, enriches  your home, and is erotic in the best way: you feel the sweetness of the  young and eternal God, ‘Eros’ who toys with us nearly everyday, seduces  us, sometimes drives us crazy and always finds a new way to attract our  attention.  His business partner is ‘sex’ but this one is miles away  from his master’s brilliance.  It is a kind easy to get, especially when  you have enough money in your pocket, but one quickly forgotten after  you’ve paid him.

When we talk about MUSKBOY’s paintings we are at once one with  Eros. Eros, the God of Greek mythology who knows no gender, no hate, no  frontiers, no races and no sin.  He loves to play with our deepest  desires, smiles about our natural lust and enjoys our “oh’s” and “ah’s”  when we fall in his wonderful traps. 

Eros is MUSKBOY’s best teacher. Eros must love his pictures:  beautiful adolescent boys and girls portrayed in a lucid but  nevertheless clear and realistic way.  Innocent bodies but not hiding  their erotic truth in gestures and posing.

MUSKBOY was born in China. Love brought him to Berlin and love  made him go away from his nation and culture.   Being gay, he could not  accept the suppressing and hateful reproaches of his native countrymen.   He refused to live in hiding, among people intolerant of the way he was  naturally.  He said good-bye to his home, but not without peril.  In  Berlin he found himself in another culture where he even had to learn  the language from the beginning. We as citizens of liberal-minded and  democratic nations – well, we should not forget how long it took  Westerners to set the framework for democracy (albeit shaky ones) and  how much blood was sacrificed to provide basic freedoms for its  citizens.

When I met MUSKYBOY for the first time in a Berlin café at the  opening of some of his graphic works of Asian faces I immediately felt  his sweetness and true character. He is not a made-up personality,  provocateur, or attitude artist who uses art as an excuse for a bohemian  life style.

Since meeting MUSKBOY I have enjoyed watching his work grow and  become more disciplined as he develops his skills in different forms and  materials. He grows slowly with Asian patience and the steady will to  embody humans with the beauty he sees in us. He is not afraid of using  decorative symbols or illustrating motives.  His use of Maoist and  Chinese traditional symbols and writings are his subtle way of inspiring  an “EROTIC REVOLUTION”.

MUSKBOY has shown his art in Europe and America without any  problems. He was officially invited to show his work at the OLYMPIC  GAMES 2008 in BEJING. One day before the opening his pictures were  censored by the Chinese Government.

MU MU is honored to show the forbidden work of ‘MUSKBOY’ in Bangkok. And we are sure you will enjoy it..

Detlev F. Neufert

THE ARTIST 

MUSKBOY was born in China, since 2005 the young Chinese artist has  lived and worked in Berlin. He held solo- and group exhibitions in  Berlin, Cologne, Groningen and in a number of other cities. His work has  been presented at international Art Fairs in Berlin, Cologne, Utrecht  and Essen. During the Olympic Games he was selected and then censored by   the Chinese government in the exhibition Olympics Fine Arts 2008 in   Beijing. His works are held in private collections in Berlin, Cologne,   London, Los Angeles, Vancouver, Rome and Amsterdam.

MUSKBOY looks for a way to combine the old Chinese traditional  art with the modern, new technique. He has been drawing for over 10  years, found his own style and is still discovering further  possibilities of expression.

His art comes from the deep, ancient soul of China and his love  to his fatherland. He sees through different eyes of various cultures.  By his way of erotica, the observer would be under the spell and feels  the fascination of his models. So it makes a sensual atmosphere, but   without obscenity.

ABOUT WORKS 

Muskboy works visualise the longing for an open-minded gay bi les  transgender - friendly China. Unfortunately exposing any explicit homo-  and or transsexuality in Arts within present Chinese culture is  prohibited.

To safeguard himself, his beloved family and his befriended  pioneering gay bi les and transsexual community against the  arbitrariness of Chinese authorities the artist prefers his pseudonym  muskboy.

Muskboy wanders in his dreamy, mythological and erotic world of his art.

The paintings are his songs, poems and novels, he draws like  dancing and singing, he’s in raptures over the eternal beauty of the  life. In his artworks man enjoys not only with the eyes, man can also  smell the fragrance, hear the melody and read the stories, because each  work of Muskboy is alive.

Let the the journey begin, the artworks will take you into a new, erotic, Chinese world of Muskboy.

CENSORSHIP IN BEIJING

The honourable International Olympic Committee ( I.O.C. ) is  patroness of the Olympic Fine Arts 2008 exhibition.  At the day of the grand-opening the Ministry of Culture of VR CHINA  excluded the watercolour drawing GO WEST! by Beijing-born artist Muskboy  from its official Olympic exhibition.

A few days later the Ministry of Culture of VR CHINA also decided  that the artwork GO WEST! will not be published in the official Olympic  Fine Arts 2008 catalogue, and also will be excluded from the  accompanying tour around the globe.

According to a spokesman of the organizing committee an official  of the Ministry of Culture did turn up shortly before the grand-opening  and decided, that the artwork GO WEST! created by Muskboy should be  excluded immediately from the official Olympiad exhibition.

Shortly after, the Chinese interpreter of Agency Yorckberlin was  informed by a spokesman of the organizing committee of Olympic Fine Arts  2008 exhibition, that the Ministry of Culture is going to ignore any  communication regarding the artwork GO WEST!. The same spokesman frankly  informed the Chinese interpreter of Agency Yorckberlin, that the  Ministry of Culture is apparently not amused about male nudes too, (  especially the one with the butt exposed and a male hand, probably  touching another butt ) in front of the Chinese flag.

Besides, the resting young man seems to be (according to the  Ministry of Culture ) too powerless.  Meanwhile, we have an overwhelming feedback, a lot of helping hands, all  keenly interested in knowing the official reasons of censorship, and  how we can shape together a firm guideline for a censorhipless Olympic  Fine Arts exhibitions in the future.

ABOUT THE CURATOR

Detlev Neufert is a German filmmaker who lives in Berlin and Bangkok.  His documentaries for TV and cinema are highly distinguished.  He has   lectured in filmmaking at the University of California-Santa Barbara and   organized the “Directors Film Festival” in Germany which hosted more   than 100,000 visitors.  His most recent full-length documentary about   AIDS orphans in Thailand, “Heavens Meadow” won international   recognition.  The academy award nominated director Wolfgang Petersen   calls it a “masterpiece.”

Neufert has written books and poetry and is an expert in European  and Asian culture and Buddhist art.  He works as a curator for “Paleo  Art & Event” in Berlin and “MU MU Arthouse” in Bangkok.

(written by Detlev F.Neufert, 20 Dec 08, detlevfneufert.jimdo.com/gallerie/musk-ming-muskboy)

Spetember2008     

Artikel vom internationalen Kunst- und Kulturkritiker Heinz Wallisch

Muskboy 

Da das Galerie-Ehepaar — Jan van Stralen und Sandro Kortekaas —  sich in diesem Fall nicht mit ausschließlich niederländischen Beiträgen  für diese Ausstellung zufrieden geben wollte, haben die beiden gesucht  und sind in Berlin fündig geworden.   

Dort lebt der junge chinesische Künstler Muskboy, der  ursprünglich als einer der ganz wenigen Künstlern während der  Olympischen Spiele ins Rampenlicht treten sollte.
Doch seiner heikelen Thematik wegen hat man dort auf seine Mitarbeit  verzichtet.   Für uns im Westen, die wir in Sachen Erotik und Sexualität inzwischen  viel weiter fortgeschrittenen sind als diktatorial geführte Staaten, ist  sowas jedoch schon längst keine Besonderheit mehr.

In dem was der junge Chinese mit großem Potential bietet, ist noch  nicht alles ausgereift: er kann viel und die Bilder lassen auch keinen  Zweifel zu im Bezug auf die Thematik.   Dass Homoerotische in den meisten ausgestellten Arbeiten liegt auf der Hand. 

Sein Bild Love at first sight zeigt zwar das Geischt eines  jungen Mannes, jedoch ohne jegliche Begleitfigur, die die Atmophäre  hätte mitgestalten können, doch der Blick des Jungen zeigt genau das was  Guy Hockenghem das homosexuelle Verlangen nennt und beschrieben hat in  seinem 1973 erstmals erschienenen Buch mit diesem Titel, das handelt von  der männlichen Homosexualität in Europa.   


Profilierung

Obwohl die beiden jungen Männer von In the Navy im Ansatz  etwas von den übermäßig bekannten Zeichnungen von einem gewissen Tom of  Finland vorzeigen, hat Muskboy es nicht nötig sich mit überproportionierten, in ungereimte Perversität steigernden   Geslechtsteilen — und genau dadurch äußerst ausladenden Zeichnungen — zu   profilieren.   Was er dagegen noch braucht ist eine Vertiefung der   Persönlichkeitsaspekte seiner Subjekte, denn die sind im Moment noch zu wenig ausgearbeitet.

Selbstverständlich hat es damit zu tun dass Muskboy alllzu sehr in einem  Korsett eingeschnürt gewesen ist, doch er sollte auch noch die  Überreste dieser ihm aufgedrängten Einschränkungen ad acta legen. Sowas ist jedoch manchmal ein Wagnis das man nicht ohne weiteres  einzugehen vermag.  
Dennoch ist es immer ein Versuch wert, da man nur gewinnen und  niemals verlieren kann.  Und das, so wird sich absolut herausstellen, wird dann auch nicht nur  eine befreiende Wirkung mit sich bringen, sondern sogar die Erlösung,  welche tief im Inneren allzu sehr eingschränkt existiert.   Denn erst dann wird sich auch die Pfirsichblüte im chinesischen   Fundament dieses Muskboy erst richtig und aufs Ganze entfalten können.  

Heinz Wallisch  
Auszug "Noch ein Wochenende Olympia-Fotokunst zusammen mit chinesischen Bildern in Galerie Mooiman, Groningen (NL)"
Donnerstag, 18. September 2008
kulturtempel.blogger.de

Erotik mit Tradition verbinden 

Die homo-erotische Kunst des chinesischen Künstlers Muskboy
Premiere mit einem Knaller: Zur ersten Gegenwartskunstmesse „Tease  Art Fair“ bringt die „Agency Yorckberlin“ homo-erotische  Federzeichnungen eines chinesischen Künstlers nach Köln. Muskboy ist in  der hauptstadt Peking geboren und aufgewachsen, im letzten Jahr hat es  ihn der Liebe wegen nach Berlin verschlagen. Aus Rücksicht auf seine  Familie muss der junge Künstler sein Pseudonym unter Schwulen  gebräuchliches Codewort. Der rik erzählt er vom schwulen Leben in China  und von seinem Werk, das in der Heimat nicht gezeigt werden darf.  

schwules Leben m Untergrund
„Vom Ende der Siebziger bis in die Achtziger hinein waren die zwei   öffentlichen Toiletten vom Tiananmen-Platz vielleicht die bekanntesten   Scene-Orte für schwule Männer. Man nannte sie „Ost Palace und West   Palace“  bezeichnet. Zu der Zeit gab es eine schwule Scene nur im   Untergrund und schwule „Aktivitäten“ galten als „unsittliche Handlung“. Das Cruising war nicht ungefährlich, immer gab es  Stress mit der   Polizei und ihren ständigen Kontrollen.
Trotz  des ganzen Ärgers war es damals doch eine schöne Zeit für  Schwule. Als Erkennungszeichen trugen sie immer ein weißes Tuch in der  Hosentasche, damit sie nicht an den „Falschen“ gerieten. In den  Achtzigern gab es auch einige, wenige in Insiderkreisen bekannte  öffentliche Badehäuser. Egal welchen Ort man aufsuchte, immer war es  heimlich geschehen, mit der Angst verbunden, entdeckt zu werden.
Vor zehn Jahren, 1997, wurde die Passagen über den schwulen Sex als  „unsittliche (unzüchtige) Handlung“ aus dem Strafgesetzbuch getilgt. Der  private Sex und auch Analverkehr zwischen männlichen Erwachsenen galt  jetzt als erlaubt. Am 20. April 2001 wurde Homosexualität auch in China  von der Liste der Geisteskrank-heiten gestrichen.
Im 21. Jahrhundert ist eine neue Generation herangewachsen. Das  Internet ist heute das Hauptmedium für den chinesischen Schwulen,  wenngleich es immer noch unter der strengen Zensur der Regierung steht.  Bei „Säuberungsaktionen“ werden immer wieder schwule und pornografische  Sites aus dem Verkehr gezogen und inländische Betreiber hoch bestraft.  Schwulsein gilt noch immer beinahe als Tabu, aber es gibt jetzt schon  immer mehr Artikel und Bücher darüber, und auch im Fernsehen wird  manchmal über schwules Leben gesprochen.
Doch innerhalb der Familien existiert das Thema nicht; man erwartet,  dass der Sohn heiratet. Wenn er diesen Weg nicht einschlagen will, muss  er in eine andere Stadt ziehen, nur dort ist ein schwules Leben - im  Verborgenen - möglich. Damit fängt aber auch ein Teufelskreis an. Ein  Schwuler Mann kann nicht in jeder Großstadt arbeiten, weil er keine  Arbeits- und Zuzugserlaubnis bekommt. Am Ende gehen viele Schwule dann  doch eine Ehe ein und führen ein Doppelleben, im Spagat der Gefühle. 

Schwule Tradition
Teil der Kultur
Meine soft-erotische Kunst ist der chinesischen Regierung immer noch   zu unmoralisch und kann zurzeit nicht öffentlich ausgestellt werden.   Deswegen habe ich früher nur meine Kunst nur auf den schwulen Webseiten ausgestellt - nie unter meinem Namen und immer bei einem ausländischen Server.
Eigentlich hat China eine lange Tradition von schwuler Liebe, seit  weit über 1500 Jahre findet man Hinweise auf Homosexualität in Gedichten  und Erzählungen. „Erotik“ ist als Begriff recht neu für uns; früher gab  es nur Sex-Bilder, oder so genannte "Frühlings-Palast-Bilder". Bei den  bildlichen Darstellungen wurde kein Unterschied gemacht, gezeigt wurde  Sex zwischen Männern und zwischen Frauen.
Für mich ist es wichtig, dass die alte Tradition mit der neuen Kultur  verbunden bleibt. Man sieht nicht nur sehr schöne asiatische  Männer, sondern immer auch traditionelle   Kleidung, Blumen, Häuser, Schriftzeichen etc. Dem Betrachter wird hier  ein Einblick in eine andere Kunst und Welt ermöglicht und er soll mit  auf eine Reise nach China genommen werden. Ich möchte mit meinen Bildern  zeigen, dass Erotik und Kunst schon immer verbunden waren und die  schwule Tradition ein Teil der chinesischen Kultur ist und nicht eine  „neue kapitalistische Idee" aus der westlichen Welt. 

Liebe in Berlin
Der wichtigste Grund, in Berlin zu leben, ist für mich, dass ich hier die wahre Liebe gefunden habe. Liebe ist die schönste Sache im Leben,   darum ist sie auch immer die Quelle meiner Kunst. Berlin ist   mittlerweile schon wie eine zweite Heimat für mich. Eine Stadt mit viel Kultur, Geschichte und Flair, die saubere Luft und die vielen   Grünflächen hier, und es ist wie in einem Traum, dass ich meine Kunst   endlich öffentlich zeigen darf.“
(Muskboy, März 2007)    

Muskboy bei der 1. Kölner Tease Art Fair, 19.-22.04.
präsentiert von Agency Yorckberlin.
(Eröffnung 18.04, 18.00 Uhr) im RheinTriadem,
Konrad-Adenauer-Ufer 3, 50668 Köln.

Artikel aus dem Magazin "box" 04/2007: